Grüne fordern Mehrweggeschirr für öffentliche Veranstaltungen in Paderborn

Mehrere Stapel weißer Teller.

Wenn es nach den Grünen geht, soll es schon zu Libori 2027 Speisen nur noch auf Mehrweggeschirr und nicht mehr in Einmalverpackungen geben. Das beantragt die grüne Ratsfraktion im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, den 30. Juni. Ausnahmen könne es für Pommestüten, Einmalpicker und Servietten als „minimalistische“ Verpackungen geben.

„Einwegverpackungen sind problematisch, da ihre kurze Nutzungsdauer in keinem Verhältnis zum hohen Ressourcen- und Energieaufwand steht“, erklärt dazu die grüne Ratsfrau Heike Niggemeyer. „Es werden wertvolle Rohstoffe wie Erdöl, Aluminium, Wasser und Holz verbraucht. Das belastet das Klima. Außerdem führt es zu großen Müllbergen, die von der Stadt entsorgt werden müssen und mit Kosten für Personal, Reinigung und Entsorgung verbunden sind.“

Für Getränke habe sich die Einführung eines Pfandsystems in Paderborn bereits bewährt. Um Speisen auf Mehrweggeschirr anzubieten, brauche man dagegen neue Konzepte, für die es inzwischen positive Beispiele auch in NRW gebe. „Düsseldorf macht es uns vor. Die Rheinkirmes mit 4 Millionen Besucher*innen verzichtet seit 2024 komplett auf Einweggeschirr. Das können wir auch“, ist Niggemeyer überzeugt.

Nach Auffassung der Grünen solle mit frühzeitiger Information, guter Zusammenarbeit und begleitender Unterstützung aller Veranstalter*innen die Ausarbeitung tragfähiger Konzepte gelingen. Vereine, private oder gemeinnützige Organisationen könnten bei öffentlichen Ver­anstaltungen das städtische oder ein eigenes Mehrwegkonzept verfolgen.

„Wir schlagen eine lange Übergangsfrist bis Sommer 2029 vor. Das sollte reichen, um bei allen öffentlichen Veranstaltungen auf Mehrweg zu setzen“, ist Klaus Schröder, Sprecher der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, überzeugt.