Die Restaurierung des unter Denkmalschutz stehenden Rikus-Kreuzes soll vorerst nicht in Auftrag gegeben werden. Nach dem Willen der grünen Ratsfraktion soll das Kunstwerk zunächst eingelagert werden, um zu einem späteren Zeitpunkt restauriert und wieder aufgestellt zu werden. Gleichzeitig soll die Stadtverwaltung beauftragt werden, Bürger*innen, Unternehmen und Vereine zu Spenden für die Finanzierung der Maßnahme aufzurufen.
Das Rikus-Kreuz, geschaffen vom gebürtigen Paderborner Bildhauer Josef Rikus, ist von herausragender kultureller und künstlerischer Bedeutung für die Stadt. Rikus prägte mit seinen Werken das öffentliche Erscheinungsbild Paderborns. „Das Kreuz steht für die Verbindung zwischen Paderborn und seinem Künstler – es ist ein Stück städtischer Identität, das wir bewahren müssen“, betont Ratsherr Ulli Möhl. Als Eigentümerin des Denkmals sei die Stadt verpflichtet, dessen Erhalt sicherzustellen.
Angesichts der aktuellen Haushaltslage hält die grüne Ratsfraktion den Zeitpunkt für eine umfassende Restaurierung jedoch für ungünstig. „Wir setzen uns dafür ein, das Rikus-Kreuz für Paderborn zu erhalten – nicht die Frage des Ob, sondern des Wie steht im Mittelpunkt“, erklärt Ratsfrau Martina Gamm. „Eine Spendenaktion könnte nicht nur die finanzielle Last für die Stadt mindern, sondern auch das Engagement der Paderborner*innen für Kunst und Kultur unter Beweis stellen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Bürger*innen hier mit großem Einsatz hinter solchen Projekten stehen – sei es bei der Wiederherstellung des Barockaltars in der Marktkirche oder der Ausstattung des Theaters.“
Die Fraktion regt an, das Kreuz so lange einzulagern, bis die finanzielle Situation der Stadt eine Restaurierung zulässt oder ein Großteil der benötigten Mittel durch Spenden gedeckt werden kann.