Heute am 18. Juni hat das Team der Stadtbibliothek die Bevölkerung in den sozialen Medien über die Folgen nicht besetzter Stellen aufgrund der 3 %-Personalkürzungen informiert: Die Öffnungszeiten in den Stadtteilbibliotheken werden deutlich reduziert und der Einsatz von Servicekräften am Hauptstandort wird eingeschränkt.
Fraktionssprecher Klaus Schröder: „Die pauschale Kürzung der Personalausgaben um 3 % wurde im Frühjahr entgegen aller Warnungen des Bürgermeisters und der Verwaltung beschlossen. Um die Reduzierung bis zum Ende des Jahres überhaupt irgendwie zu erreichen, fallen nun Stellen weg, die befristet sind, wo Mitarbeitende in den Ruhestand gehen oder aus anderen Gründen die Verwaltung verlassen.“
Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zeigt sich bestürzt über die Auswirkungen der Personalkürzungen auf die Angebote der Stadtbibliothek: „Ich war schon entsetzt, als in den Haushaltsberatungen im April der Medienetat der Bibliothek um 85.000 Euro reduziert wurde“, äußert sich die grüne Fraktionssprecherin Sabine Kramm betroffen. „Ich hatte schon damals davor gewarnt, dass bei der dann von CDU, SPD, AfD und FDP/Volt/FBI beschlossenen Personalkürzung die Bibliothek noch einmal betroffen sein wird. Und jetzt ist die Katastrophe da.“
„Der Bürgermeister hatte versprochen, intelligent zu sparen. Aber dazu hat ihm die CDU die Möglichkeit aus der Hand geschlagen. Anstatt zu gestalten ist jetzt alles bedroht, wo eine Stelle frei wird“, ergänzt Klaus Schröder. „Neben der Schulsozialarbeit und der weitgehend vom Land refinanzierten Migrationsberatung fällt nun auch noch die ausgezeichnete Arbeit unserer Bibliothek diesem fatalen Beschluss zum Opfer.“ Welch herausragende Arbeit das Team um die Leiterin Katrin Stroth leiste, werde durch den kürzlich vorgestellten Jahresbericht 2025 und viele positive Kommentare von Bibliotheksbesuchern deutlich. „Besser wäre, beim Sparen auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu schauen. Aber das ist ja anscheinend nicht gewollt.“