Die Kreistagsfraktion beantragt, den Hitzeschutz im Kreis Paderborn als verbindliche Querschnittsaufgabe zu verankern und die bestehenden Maßnahmen ämterübergreifend weiterzuentwickeln. Ziel ist ein kreisweiter Maßnahmenplan, der insbesondere Kinder, ältere Menschen, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen sowie Menschen mit Behinderungen besser vor den gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitze schützt. Auch der Schutz von Haus-, Nutz- und Wildtieren soll künftig stärker berücksichtigt werden.
Hintergrund sind die zunehmende Zahl und Dauer von Hitzeperioden. Extreme Hitze zählt bereits heute zu den größten klimabedingten Gesundheitsrisiken und stellt Kommunen vor neue Herausforderungen in der Gesundheitsvorsorge, der Klimafolgenanpassung und im Bevölkerungsschutz.
Der Antrag sieht vor, die vorhandenen Kompetenzen des Gesundheitsamtes, des Jugend- und Sozialamtes, des Veterinäramtes sowie des Amtes für Bevölkerungsschutz besser zu vernetzen. Gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sowie weiteren Partnern soll bis Mai 2027 ein abgestimmter Maßnahmenplan entwickelt werden. Zudem sollen Informationsangebote ausgebaut, Fördermöglichkeiten besser genutzt und die Bevölkerung frühzeitig und zielgruppengerecht über Schutzmaßnahmen informiert werden.
„Hitze ist längst eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit. Besonders Kinder, ältere Menschen und pflegebedürftige Menschen brauchen unseren Schutz. Hitzeschutz ist deshalb eine kommunale Pflichtaufgabe der Daseinsvorsorge, die wir jetzt konsequent weiterentwickeln müssen“, erklärt Norika Creuzmann.
Carsten Birkelbach ergänzt: „Wir müssen keine neuen Behörden schaffen, sondern die vorhandenen Kompetenzen besser vernetzen. Wenn Gesundheitsvorsorge, Bevölkerungsschutz, Klimaanpassung und Tierschutz Hand in Hand gehen, können wir Menschen und Tiere wirksam vor den Folgen extremer Hitze schützen und den Kreis Paderborn zukunftsfest aufstellen.“