Bei einem Besuch einiger Mitglieder der grünen Kreistagsfraktion der Krebsberatungsstelle kam es zu einem intensiven Austausch über die wichtige Arbeit der Einrichtung. „Wir konnten uns ein Bild machen vom hohen Bedarf einer solchen Einrichtung, der sich an Betroffene, aber auch Angehörige oder sogar FreundInnen von Betroffenen wendet, weil das Gespräch über Krebs immer noch enorm tabuisiert ist“, so Norika Creuzmann (MdL und Mitglied des Sozial- und Gesundheitsausschuss im Kreis Paderborn). Die Beratungsstelle ist die Einzige ihrer Art im gesamten Kreisgebiet und stellt eine zentrale Anlaufstelle für Menschen dar, die mit dem Thema „Krebs“ konfrontiert sind. Erklärt wird auch, dass es nicht nur um die medizinischen oder psychologischen Aspekte der Erkrankung geht, sondern sozialrechtliche Fragestellungen als Folgen einer länger dauerndern Erkrankung genauso im Raum stehen.
Dort, wo die Zuständigkeit der medizinischen Versorgung endet, beginnt die wichtige Arbeit der Krebsberatungsstelle. Eine Krebserkrankung betrifft nicht nur den Körper, sondern das gesamte Leben der Betroffenen und ihrer Familien, wurde im Gespräch deutlich.
Mehr als 1.700 direkte Beratungen im Jahr zeigen deutlich, dass der Unterstützungsbedarf sehr hoch ist und Kapazitätsgrenzen erreicht werden.
„Krebs kann jeden treffen. Fast jeder kennt jemanden im persönlichen oder familiären Umfeld, der mit dieser Diagnose konfrontiert ist. Gerade deshalb sind niedrigschwellige und wohnortnahe Unterstützungsangebote von großer Bedeutung.“ so Ralf Pirsig, Vorsitzendes Sozial- und Gesundheitsausschuss im Kreis Paderborn.
„Auch in Zeiten knapper Kassen dürfen wir nicht am Zuschuss an konkreten und wichtigen Unterstützungsangeboten für die Menschen in unserem Kreis sparen. Wir tragen hier eine Verantwortung. Deshalb stehen wir hinter der Arbeit der Krebsberatungsstelle und werden uns auch im Kreistag dafür einsetzen, dass durch den Zuschuss das Angebot weiterhin gesichert bleibt.“ (Carsten Birkelbach, Fraktionssprecher)
Auf dem Bild von links nach rechts: Petra Grunwald-Drobner, Dipl. Sozialarbeiterin, Psychoonkologin Diakonie; Norika Creuzmann MdL, Sozial- und Gesundheitsausschuss; Vanessa Kamphemann, Vorstand/Geschäftsführung Diakonie Paderborn-Höxter; Carsten Birkelbach, Fraktionssprecher; Ralf Pirsig, Vorsitzender Sozial- und Gesundheitsausschuss, und Brigitte Kaese, stellv. Geschäftsführung/Bereichsleitung Diakonie Paderborn-Höxter.