Grüne fordern schnelles Handeln für rheumatologische Versorgung in Paderborn

Ein Arzt hält die Hand einer Patientin.

Der drohende Verlust der rheumatologischen Facharztpraxis in Paderborn alarmiert die grüne Ratsfraktion. Zum Jahresende schließt der einzige niedergelassene Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie in der Stadt aus Altersgründen seine Türen. Da bislang keine Nachfolge gefunden werden konnte, droht hunderten Patient*innen eine gravierende Versorgungslücke und es erwarten sie erhebliche Belastungen im Alltag.

„Ohne eine zeitnahe Nachfolgelösung müssen Betroffene künftig weite und beschwerliche Wege in andere Städte auf sich nehmen. Da die Facharztpraxen in den umliegenden Kreisen größtenteils ausgelastet sind und kaum neue Patient*innen aufnehmen, drohen sehr lange Ausweichwege, z. B. bis nach Soest oder Dortmund“, erklärt Birgit Hüppmeier, grünes Mitglied des Stadtrates. „Für chronisch kranke Menschen bedeutet dies eine unzumutbare Verschlechterung ihrer Lebensqualität.“

Die grüne Ratsfraktion wendet sich deshalb mit einer offiziellen Anfrage in der nächsten Ratssitzung an die Stadtverwaltung. Die Fraktion möchte wissen, wie die Stadt die Neuansiedlung einer Rheumatolog*in aktiv unterstützen kann. Zudem fragt sie danach, ob es bereits Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) gibt, um gemeinsame Lösungen für die betroffenen Bürger*innen zu finden.

„Wir dürfen die Patient*innen in dieser schwierigen Situation nicht allein lassen. Paderborn braucht dringend eine Perspektive für die rheumatologische Versorgung direkt vor Ort“, erklärt die grüne Ratsfrau und Ärztin Heike Niggemeyer. Die Stadt müsse alle Hebel in Bewegung setzen und gemeinsam mit der KV attraktive Rahmenbedingungen schaffen, um die Praxisnachfolge zu sichern oder alternative Lösungen anzubieten.