Wer schon einmal in Schloß Neuhaus auf dem Wochenmarkt war, wird schnell feststellen, in welch schlechtem Zustand der Platz ist. Um dies zu ändern, stellt die grüne Ratsfraktion einen Antrag im nächsten Bezirksausschuss.
„Besonders für mobilitätseingeschränkte Menschen ist der Marktplatz gefährlich. Und in der dunklen Jahreszeit ist besondere Vorsicht geboten, denn Löcher im Asphalt, Unebenheiten und unterschiedliche Niveaus und Beläge werden zu Stolperfallen“, erklärt die grüne Ratsfrau Birgit Hüppmeier und ergänzt: „Hier muss schnellstens Abhilfe geschaffen werden.“
Geplant war eigentlich eine Veränderung und Erneuerung des Platzes im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts. Dieses Konzept wurde über mehrere Jahre mit Verwaltung, Politik und Bürger*innen aus Schloß Neuhaus sowie Geschäftsinhaber*innen erarbeitet. Ziel des Konzeptes ist, den Ortskern als Handels- und Kulturzentrum aufzuwerten und den Bereich für die Menschen attraktiver zu gestalten.
Doch die Umsetzung wird nun auf unbestimmte Zeit verschoben, weil die CDU nicht bereit ist, das Konzept auch nur zu beschließen – obwohl sie über Jahre daran mitgearbeitet hat! Die Grünen sehen eine gute Grundlage in dem Konzept, das abhängig von der finanziellen Lage der Stadt Stück für Stück abgearbeitet werden kann.
„Bereits seit vielen Jahren gibt es massive Beschwerden aus der Bevölkerung und zugleich das Versprechen, dass sich die desolate Situation durch die Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts verbessern soll“, berichtet Hüppmeier. „Dass das über lange Jahre entwickelte ISEK – und damit die Instandsetzung und Umgestaltung des Marktplatzes – nun begraben werden soll, ist ein Schlag ins Gesicht aller engagierten Neuhäuser*innen. Der miserable Zustand des Marktplatzes in Schloß Neuhaus ist nicht nur ein schlechtes Aushängeschild für den Stadtteil, sondern unsicher und geradezu gefährlich – so kann es nicht bleiben! Es muss dringend in absehbarer Zeit etwas passieren, daher unser Antrag.“