Mit den ersten kühlen Tagen beginnt in Paderborn wieder die Heizsaison. Für viele Hauseigentümer*innen ist das ein Zeitpunkt, nicht nur die aktuelle Heizung einzuschalten, sondern auch über deren Zukunft nachzudenken. Denn die kommunale Wärmeplanung macht deutlich: Viele Hauseigentümer*innen müssen ihre Wärmeversorgung selbst in die Hand nehmen.
„Die Wärmeplanung gibt Orientierung, aber sie nimmt den Eigentümern die Entscheidung für das eigene Gebäude nicht ab“, sagt Martina Gamm, Ratsmitglied der Grünen. „Für viele Paderborner*innen wird es kein Wärmenetz geben. Sie sollten deshalb jetzt prüfen, welche Lösung für ihr Haus sinnvoll ist.“
Gerade für viele Ein- und Zweifamilienhäuser werde eine individuelle Lösung notwendig sein. Eine Wärmepumpe könne dabei für zahlreiche Gebäude eine gute Möglichkeit sein, die Wärmeversorgung langfristig auf erneuerbare Energien umzustellen. Ob sie im konkreten Gebäude geeignet ist und welche Anpassungen gegebenenfalls notwendig sind, müsse allerdings individuell betrachtet werden.
„Es geht nicht darum, allen Häusern dieselbe Heizung zu empfehlen“, betont Gamm. „Aber wer heute noch mit Gas oder Öl heizt, sollte sich rechtzeitig mit seiner zukünftigen Heizungsanlage beschäftigen. Die beste Gelegenheit dafür ist sicherlich nicht der Tag, an dem die alte Heizung plötzlich ausfällt.“
Gerade der Beginn der Heizsaison könne ein guter Anlass sein, sich den eigenen Energieverbrauch und den Zustand der Heizungsanlage genauer anzusehen. Wer weiß, dass die eigene Heizung in den kommenden Jahren ersetzt werden muss, könne sich frühzeitig beraten lassen, verschiedene Möglichkeiten vergleichen und notwendige Sanierungen planen. Die Veranstaltung „Heizkeller der Zukunft“ am 15. Oktober im Schützenhof Paderborn bietet diesbezüglich umfangreiche Informationen und Beratungsangebote an. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite https://heizkellerderzukunft.nrw/.
Die Grünen sehen die Energieberatung und die verständliche Information der Menschen als wichtigen Bestandteil der Wärmewende. „Die entscheidende Frage lautet nicht mehr: Wann kommt das Wärmenetz zu mir? Sondern: Welche Wärmeversorgung ist für mein Haus in den nächsten Jahrzehnten sinnvoll?“, sagt Gamm. „Wer sich diese Frage rechtzeitig stellt, kann selbstbestimmt handeln, statt irgendwann unter Zeitdruck entscheiden zu müssen.“