Öffentlicher Trinkbrunnen: Grüne fordern Klarheit und einen verbindlichen Zeitplan

Aus einem Trinkbrunnen sprudelt Wasser in hohem Bogen.

Im Juli 2025 hat der Rat der Stadt Paderborn mit großer Mehrheit den ersten öffentlichen Trinkbrunnen in der Innenstadt beschlossen. Rund 15 Monate später ist er noch immer nicht in Betrieb. Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert von der Stadt eine transparente Erklärung zum aktuellen Stand, zur Finanzierung und zum weiteren Zeitplan.

„Wir haben den Trinkbrunnen angesichts der immer häufigeren Hitzesommer als wichtige Maßnahme für die Gesundheit der Menschen in unserer Stadt auf den Weg gebracht. Dass wir bis heute keinen Trinkbrunnen haben, ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagt Ratsherr Florian Rittmeier, der den damaligen Antrag für die Grünen eingebracht hatte.

Noch im Juli war das Franziskanerkloster in der Westernstraße als Standort vorgesehen, nun steht ein Standort in der Grube im Raum. Die Grünen erwarten eine nachvollziehbare Begründung für die Änderung. „Was hat sich geändert? Welche Kosten sind ausschlaggebend? Und warum erfahren wir davon erst aus der Presse, statt im zuständigen Ausschuss, der erst letzte Woche getagt hat?“, fragt Ratsfrau Kira Lahme.

Ein zwischenzeitliches großzügiges Spendenangebot aus der Bürgerschaft ist weggefallen, sodass die Stadt für die Umsetzung erneut auf eine Förderung angewiesen ist. „Wurde der Förderantrag im Sommer wirklich gestellt? Ist er an einen konkreten Standort gebunden? Diese Fragen müssen beantwortet werden, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht“, fordert Rittmeier.

Die Grünen erwarten zeitnah Informationen zum Förderantrag, zur Standortentscheidung und einen verbindlichen Zeitplan. „Die Menschen in Paderborn haben einen Anspruch darauf, dass solche Maßnahmen vorankommen. Wir erwarten jetzt Klarheit und endlich einen Trinkbrunnen in unserer Innenstadt“, so Lahme