E-Scooter in der Bahn erlaubt, im Bus verboten: Grüne wollen Regelung überprüfen

Links ein PaderSprinter-Bus, rechts ein Mann der mit einem zusammengeklappten E-Scooter eine Treppe hinunter geht.
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Grüne Ratsfraktion fragt nach Anpassung der Regeln beim PaderSprinter

Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen setzt sich für eine zeitgemäße Regelung zur Mitnahme privater E-Scooter in den Bussen des PaderSprinters ein. Für die kommende Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Mobilität haben die Grünen eine Anfrage eingebracht, mit der sie Möglichkeiten für eine Anpassung der bisherigen Praxis ausloten wollen.

Konkret schlagen die Grünen vor, private E-Scooter ausschließlich im zusammengeklappten Zustand und liegend als Handgepäck zuzulassen. Leihgeräte sollen von einer solchen Regelung ausdrücklich ausgenommen bleiben. „E-Scooter können ein wichtiger Baustein für die sogenannte letzte Meile sein und den Umstieg auf Bus und Bahn erleichtern. Deshalb sollten wir prüfen, ob die bestehenden Regeln noch dem aktuellen Stand der Technik und der Sicherheitsbewertung entsprechen“, erklärt die grüne Ratsfrau Kira Lahme.

Nach Auffassung der Grünen beruht das derzeitige Mitnahmeverbot auf älteren Empfehlungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Die damaligen sicherheitstech­nischen Annahmen seien inzwischen überholt. So habe sich das zugrunde liegende Gutachten auf unterirdische U-Bahn-Systeme bezogen, während im oberirdischen Busverkehr eine schnelle Evakuierung jederzeit möglich sei.

Auch bei der Akkusicherheit habe sich in den vergangenen Jahren viel getan. Strenge europäische und technische Normen sorgten heute für hohe Sicherheitsstandards bei privaten E-Scootern. Gleichzeitig seien Pedelecs mit vergleichbarer Akkutechnik sowie E-Scooter in den Zügen der Deutschen Bahn bereits zugelassen.

„Wir möchten wissen, ob der PaderSprinter inzwischen Spielräume für eine differenzierte Regelung sieht. Ein pauschales Verbot sollte regelmäßig darauf überprüft werden, ob die ursprünglichen Gründe weiterhin tragen“, so Lahme.

Mit ihrer Anfrage möchten die Grünen erfahren, ob eine entsprechende Anpassung möglich ist, ob sie bereits geplant wird und falls nicht, welche Gründe aus Sicht des PaderSprinters dagegen sprechen.