Der Wohnungsmarkt im unteren Preissegment ist auch in Paderborn sehr angespannt. Die Grünen hatten deshalb bereits im Dezember 2024 einen Antrag zur Einführung eines Programms zur Wohnraumbeschaffung nach dem Vorbild des erfolgreichen „Karlsruher Modells“ gestellt. Dabei handelt es sich um eine Strategie gegen Wohnungsnot, bei der die Stadt Karlsruhe seit über 15 Jahren leer stehenden privaten Wohnraum für sozial benachteiligte Menschen anmietet.
„Nach einer konstruktiven Diskussion im Ausschuss haben wir Grünen damals den Antrag zurückgezogen. Im Einverständnis mit der Verwaltung und den demokratischen Fraktionen wurde vereinbart, zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Hintergrund der Wohnraumbedarfsanalyse und der Erfahrungen mit dem Projekt ‘Endlich ein Zuhause’ erneut dieses wichtige Thema in den Blick zu nehmen, berichtet die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Kramm.
Bezahlbaren Wohnraum zu finden, ist nach wie vor eines der größten Probleme für Menschen mit sozialem oder finanziellem Unterstützungsbedarf. Das berichten die Träger der Wohnungslosenhilfe, das Frauenhaus sowie weitere Wohlfahrtsverbände, die sich um von Armut betroffene Menschen kümmern.
„Bereits bewährte Konzepte wie das Landesprogramm ‘Endlich ein Zuhause’ oder das ‘Karlsruher Modell’ zeigen konkrete funktionierende Lösungswege zur Akquise von Wohnraum auf“, erläutert Kramm. „Seit über einem Jahr warten wir darauf, wie es weitergeht. Wir wollen von der Verwaltung erfahren, welche Instrumente sie plant umzusetzen.“
Das Thema steht in der Sozialausschusssitzung am 25. März auf der Tagesordnung.