Optimale Förderung für die ganze Schulklasse durch ein festes Team aus Lehrkräften und Schulbegleitungen – das wollen die Grünen für alle Inklusionsschulen in Paderborn.
Dafür soll die sogenannte „Poollösung“ für Schulbegleitungen beschleunigt auf alle betroffenen Schulen ausgeweitet werden. Dies geht aus einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor, der auf positive Erfahrungen aus einem Modellversuch verweist. Ziel ist es, die Qualität der Unterstützung für Schüler mit Förderbedarf zu steigern und gleichzeitig die Planbarkeit für Schulen zu verbessern.
Die „Poollösung“ sieht vor, dass Schulbegleitungen nicht mehr einzelnen Kindern zugeordnet werden, sondern als festes Team in den Lerngruppen präsent sind. Dadurch können sie flexibel auf Bedarfe reagieren – sei es im Unterricht, in den Pausen oder bei Krankheitsausfällen. Die bisherige Erprobung an ausgewählten Schulen hat gezeigt, dass diese Struktur sowohl die Betreuungsqualität als auch die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte verbessert. Zudem entfällt die Notwendigkeit, bei Ausfällen kurzfristig Vertretungen zu organisieren.
„Die Poollösung hat sich bewährt: Sie schafft Verlässlichkeit für die Kinder, entlastet die Schulen und stärkt die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team“, erklärt Björn Bause-Engel, grünes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. „Durch die Ausweitung auf alle betroffenen Schulen setzen wir ein klares Signal für inklusive Bildung – mit mehr Flexibilität und weniger Bürokratie.“ Heike Niggemeyer, ebenfalls grünes Mitglied im Jugendhilfeausschuss, ergänzt: „Dieser Schritt ist überfällig. Die positiven Rückmeldungen aus der Praxis zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt geht es darum, das Modell flächendeckend umzusetzen und so die Teilhabe und Bedarfe aller Kinder zu sichern.“
„Durch unseren Antrag im November 2022 wurde erfolgreich der Einstieg in die Poollösung geschaffen. Nun geht es darum, Fahrt aufzunehmen“, so Björn Bause-Engel abschließend.