Jeden Morgen wiederholt sich vor vielen Schulen das gleiche gefährliche Szenario: Elterntaxis sorgen für unübersichtliche Situationen und blockierte Straßen und erhöhen das Unfallrisiko für Kinder. Leidtragende sind dabei ausgerechnet diejenigen, die besonders geschützt werden müssen – die Schülerinnen und Schüler selbst. Die grüne Ratsfraktion sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf und fordert, Schulstraßen konsequent als wirksames Instrument für mehr Sicherheit auf dem Schulweg einzusetzen.
Schulstraßen sind das Mittel der Wahl, wenn Elterntaxis die Schülerinnen und Schüler gefährden und jeden Morgen aufs Neue die Straßen verstopfen. „Immer wieder haben wir Kontakt mit Schulleitern, die katastrophale Verhältnisse vor den Schulen beschreiben“, berichtet Ratsherr Ulli Möhl. Um den Kindern einen sicheren Schulweg zu ermöglichen, werden Schulstraßen zu Schulbeginn und -ende für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Bereits im Februar 2024 hat das Verkehrsministerium NRW die Einrichtung von Schulstraßen erleichtert, um die Sicherheit im Nahbereich von Schulen zu verbessern. Gerade zu den Hol- und Bringzeiten vermehren sich die Beschwerden von Schulen und Anwohnenden und nicht zuletzt Schülerinnen und Schülern über rücksichtslose Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren. Da die Elternhaltestellen im Nahbereich der Schulen nicht angenommen werden, Verkehrsregeln kreativ interpretiert werden bzw. ignoriert und nur selten überwacht werden, sind nun Verkehrsbehörde und Politik gefragt, Abhilfe zu schaffen.
„Wir müssen die Schulwege endlich vom Kind her denken und klare Verhältnisse schaffen“, erklärt der sachkundige Bürger Marcus Zauner. „Da alle anderen Versuche bisher ohne Erfolg waren, müssen wir die entsprechenden Straßen zeitweise für den Kfz-Verkehr sperren.“
Die Politik ist hier gefragt, mutig voranzugehen, die Möglichkeiten auszuschöpfen und endlich Kinder und Jugendliche bedingungslos zu schützen, bevor etwas passiert. „Im Gespräch mit Schulen, Elternvertretungen, Schülervertretungen und Anwohnenden müssen hier Schulstraßen erarbeitet und umgesetzt werden“, wünscht sich Ulli Möhl.