Frisch kochen oder einen Caterer beauftragen – zu den Auswirkungen fragen die Grünen im nächsten Jugendhilfeausschuss.
Aktuell wird in fast allen städtischen Kitas frisch gekocht, lediglich einzelne Einrichtungen werden aufgrund unzureichender Kücheninfrastruktur von Caterern beliefert. Bereits 2024 zeigte sich, dass die Eigenherstellung mit 3,69 Euro pro Essen günstiger war als die externen Lieferungen.
„Gesundes und frisches Essen darf kein Luxus sein“, betont Björn Bause-Engel, grünes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. „Wir müssen sicherstellen, dass alle Kinder Zugang zu frisch zubereiteten Mahlzeiten haben – unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern.“ Dabei stelle sich laut Bause-Engel auch die Frage, ob die Kosten für die eigene Essenszubereitung durch einen gemeinsamen Einkauf der Lebensmittel gesenkt werden können.
Besonders im Fokus steht die Frage, bis zu welcher Einkommensgrenze die Essenspreise über die „Leistungen für Bildung und Teilhabe“ (BuT) abgedeckt werden und wie hoch der maximale Preis für ein Essen dabei sein darf. Die Grünen fordern zudem eine transparente Gegenüberstellung der aktuellen Kosten für Eigenherstellung und Catering.
„Die Mittagsverpflegung in Kitas ist mehr als eine Mahlzeit – sie ist ein zentraler Baustein für die gesunde körperliche und psychische Entwicklung unserer Kleinsten. Gutes Essen für alle dient der Chancengleichheit. Gemeinsam lecker essen macht glücklich“, so Heike Niggemeyer, ebenfalls grünes Mitglied im Jugendhilfeausschuss. Dabei gelte es, nicht nur auf den Preis zu achten, sondern auch auf Aspekte wie ökologisch und faire Lebensmittel statt Convenience-Produkte.